Ambulante Abklärungen

Indikation

  • Eine Gefährdungsmeldung liegt vor oder eine hohe Belastung mit eventueller Kindeswohlgefährdung wird dringend vermutet. Die Risikofaktoren überwiegen die protektiven Faktoren.
  • Es können zu wenige Informationen aus den Hausbesuchen und der Beratungstätigkeit in den Sozialdiensten eingeholt werden.
  • Bei risikobehafteten Familien in akuten und latenten Krisen; Risikofaktoren wie Gewalt, Sucht und psychisch bedingter Probleme; geistige und körperliche Behinderung der Eltern; Verhaltensauffälligkeiten der Kinder in der Frei- und Schulzeit; mangelhafte bzw. vermutete Erziehungsunfähigkeit der Eltern

Auftrag

  • Die ambulante Abklärung klärt und begründet die eventuelle Kindeswohlgefährdung und evaluiert nötige Hilfsmassnahmen.
  • Die aus der Abklärung hervorgehenden Erkenntnisse werden in Form eines Abklärungsberichtes mit begründeter Empfehlung schriftlich festgehalten. Eine Intervention findet während der Abklärung nur im Notfall statt.
  • Die Lebensbedingungen und die Entwicklungschancen von Kindern und ihren Familien werden mehrdimensional erfasst, abgeklärt und strukturiert schriftlich festgehalten.

Rahmenbedingungen

Der Umfang einer ambulanten Abklärung richtet sich nach den formulierten Fragestellungen des Leistungsbestellers und wird zwischen diesem und dem Leistungserbringer festgelegt. Die Leistungen werden monatlich in Rechnung gestellt.