Besuchsrechtsbegleitung

Indikation

  • getrennt lebende Eltern, bei denen sich eine besondere Problematik zeigt, die das Kindeswohl gefährdet
  • getrennt lebende Eltern, bei denen das Vertrauen fehlt, um den Kindern im Moment einen natürlichen Umgang mit dem Expartner zu ermöglichen
  • Elternteile, die Unterstützung und Kontrolle bei den Besuchen benötigen

Auftrag

  • Begleitung der Besuchsrechte
  • Kontrolle der Abmachungen
  • Rückmeldungen an den Auftraggeber
  • Verfassen eines kurzen Berichtes

Rahmenbedingungen

Eine Besuchsrechtsbegleitung wird in der Regel durch ein Gerichtsurteil verfügt oder durch die KESB angeordnet. In der Verfügung sowie im Entscheid wird der Umfang der Besuchsrechtsbegleitung definiert. Die Kosten werden vom Auftraggeber getragen.

Die Klienten und der betroffene Elternteil werden, dem Auftrag entsprechend, in den Räumlichkeiten der Stiftung Passaggio (Bern und Lützelflüh) begleitet und beaufsichtigt. Dazu formuliert der Leistungsbesteller einen detaillierten Auftrag, der den Parteien bekannt ist. Beobachtungsaufträge können nur minimal ausgeführt werden.

Die Besuchsrechtsbegleitung wird durch das Personal der Stiftung Passaggio durchgeführt. Sie wird nicht zwangsläufig von pädagogisch ausgebildetem, aber pädagogisch erfahrenem Personal ausgeführt.

Wenn ein Abklärungs- bzw. Beobachtungsauftrag vorliegt, formuliert der Leistungsbesteller Fragen, die in einem kurzen Bericht beantwortet werden. Diese Fragen werden dem Elternteil transparent gemacht.

Die Stiftung Passaggio überprüft mit dem Leistungsbesteller alle drei Monate das Setting und wertet, die im Auftrag formulierten Punkte, aus.