KOFA Intensivabklärung

Indikation

  • Eine Gefährdungsmeldung liegt vor oder eine hohe Belastung mit eventueller Kindeswohlgefährdung wird dringend vermutet. Die Risikofaktoren überwiegen die protektiven Faktoren.
  • Es können zu wenige Informationen aus den Hausbesuchen und der Beratungstätigkeit in den Sozialdiensten eingeholt werden.
  • Bei risikobehafteten Familien in akuten und latenten Krisen; Risikofaktoren wie Gewalt, Sucht und psychisch bedingter Probleme; geistige und körperliche Behinderung der Eltern; Verhaltensauffälligkeiten der Kinder in der Frei- und Schulzeit; mangelhafte bzw. vermutete Erziehungsunfähigkeit der Eltern

Auftrag

  • Die KOFA-Intensivabklärung klärt und begründet die eventuelle Kindeswohlgefährdung und evaluiert nötige Hilfsmassnahmen.
  • Die aus der Intensivabklärung hervorgehenden Erkenntnisse werden in Form eines Abklärungsberichtes mit begründeter Empfehlung schriftlich festgehalten.
  • Eine Intervention findet während der Abklärung nur im Notfall statt.
  • Die Lebensbedingungen und die Entwicklungschancen von Kindern und ihren Familien werden mehrdimensional erfasst, abgeklärt und strukturiert schriftlich festgehalten.

Rahmenbedingungen

Die Abklärung findet in einer intensiven Frequenz statt. Die Facharbeit in der Familie beträgt in 4-6 Wochen 43 Stunden plus 20 Stunden Administration und Intervision oder in 6-8 Wochen 57 Stunden in der Familie plus 26 Stunden Administration und Intervision. Eine KOFA-Intensivabklärung wird durch die Behörden verfügt und finanziert.